Home » Blog Food & Service » Lebensmittelsicherheit als Marketinginstrument
 

Blog Food & Service

 
Tuesday June 12, 2012

Lebensmittelsicherheit als Marketinginstrument

Editorship Chicopee Europe

Food safety and the environment

Für Großbritannien wird 2012 ein großartiges Jahr. Das diamantene Thronjubiläum der Queen sowie die Olympischen Spiele & die Paralympics in London stellen Höhepunkte für die Nation dar, denn sie ziehen in der ganzen Welt Aufmerksamkeit auf sich und locken zahlreiche zusätzliche Touristen an.

Warum ist das für Food-Service-Betriebe von Bedeutung? Weil die britische Lebensmittelaufsichtsbehörde – die Food Standards Agency – extra ein Kommando Lebensmittelsicherheit (http://www.food.gov.uk/news/campaigns/olympics/) einrichtet, das während der Olympischen Spiele in London spezielle Kontrollen in Gastro-Betrieben durchführt.

Betriebe, die die Standards nicht erfüllen, werden entsprechend geschult, damit sie die Lebensmittelhygienevorschriften kennen und befolgen. Gegen Betriebe, von denen eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit ausgeht, werden Zwangsmaßnahmen eingeleitet.

Für ein Food-Service-Unternehmen hat dies jedoch nicht allein etwas mit Großbritannien oder den Olympischen Spielen zu tun. Bei schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen halten viele Gastro-Betriebe Ausschau nach Möglichkeiten, wie sie mehr neue Kunden gewinnen und ihre Umsätze verbessern können. Sonderangebote, Werbung und zahlreiche andere Initiativen werden zurzeit genutzt, um Marketing für Food Service Unternehmen zu betreiben und die Menschen zum Auswärtsessen zu bewegen.

Doch in der Eile, mehr Kunden zu bedienen, dürfen Hygiene und Lebensmittelsicherheit keineswegs vergessen werden. Was die Geschäfte bei einem Food-Service-Unternehmen fördert, ist sein Ruf für Speisen von hoher Qualität.

Durch Marketinginitiativen lassen sich vielleicht einige neue Besucher anlocken, aber erst dann, wenn diese neuen Besucher auch wiederkommen wollen und Mundpropaganda machen, kurbelt das die Geschäfte eines Food-Service-Unternehmens wirklich an.

Wenn aber Lebensmittelsicherheit und Hygiene in dieser Zeit in dem Unternehmen keine zentrale Rolle spielen, werden sich diese langfristigen Vorteile nicht einstellen. Tatsächlich wird sich Mundpropaganda dann nämlich als Problem und nicht als Vorteil erweisen: ein Gast, der Freunden dringend von Ihrem Lokal abrät oder nach einem ersten unzufriedenen Besuch eine schlechte Online-Bewertung verfasst.

Die Ereignisse, die 2012 in Großbritannien stattfinden, werden sicherlich eine ganze Reihe von Unternehmen zu dem Versuch bewegen, Kapital aus ihren Leistungen zu schlagen, indem sie Aktionen durchführen und ihre gastronomischen Angebote ausbauen und so die Gelegenheit so weit wie möglich beim Schopf zu packen.

Wie jedes Food-Service-Unternehmen, das neue Kunden ansprechen will, sind sie gut damit beraten, an die Bedeutung von Lebensmittelsicherheit zu denken. Andernfalls könnte Mundpropaganda dazu führen, dass sich erstmalige Besuche in negative Publicity für einen Gastro-Betrieb verwandeln.