Home » Blog Food & Service » Sollten Sie einen blutigen Hamburger servieren?
 

Blog Food & Service

 
Thursday February 7, 2013

Sollten Sie einen blutigen Hamburger servieren?

Editorship Chicopee Europe

Food safety and the environment

Sollten Sie einen blutigen Hamburger servieren?Die Geschmäcker sind verschieden. Wie schon ein Sprichwort sagt: Dem einen ist‘s Speise, dem anderen Gift.

Manchmal kann es zu Kontroversen führen, wenn man versucht, verschiedene Geschmäcker unter einen Hut zu bringen. Bei der Vorstellung, Fleisch blutig zuzubereiten beispielsweise, gehen die Meinungen stark auseinander. Der eine betrachtet ein „medium“ gebratenes Steak als zu stark durchgebraten, während der andere ein blutiges Steak als Gefahr für die Gesundheit ansieht.

Die Unterschiede wurden von einer kürzlich in Großbritannien getroffenen Entscheidung zur Lebensmittelsicherheit hervorgehoben (http://www.standard.co.uk/news/london/westminster-council-cracks-down-on-rare-and-mediumrare-burgers-8398336.html). Ein Londoner Council (Stadtrat) hat die Art und Weise in Frage gezogen, in der in einem lokalen Restaurant Hamburger serviert wurden. Die Aktion könnte dazu führen, dass Restaurants im Bezirk Westminster keine blutigen Hamburger mehr anbieten dürfen, und andere lokale britische Behörden werden wahrscheinlich die Vorgehensweise von Westminster übernehmen.

Nachrichten wie diese alarmieren möglicherweise die Foodservice-Branche, denn in Restaurants ist es nicht unüblich, bestimmte Speisen blutig zu servieren. Einige Restaurants in Westminster werden beispielsweise von einer Regelung in Bezug auf blutige Hamburger betroffen sein.

Dieses Beispiel dient dazu, hervorzuheben, wie wichtig es ist, in Ihrem Unternehmen strenge Lebensmittelsicherheitsstandards anzulegen. Zweifellos essen viele Kunden gern „abenteuerlich“, ob sie nun Steak tartare oder Sushi bestellen. Mit frischen Zutaten und der peinlich genauen Einhaltung der Hygienevorschriften kann eine Küche es sich leisten, abenteuerlich zu kochen.

Ein Betrieb, der bekannt ist für Speisen hoher Qualität, die präzise zubereitet werden, kann seinen Ruf schädigen, wenn die Lebensmittelsicherheitsstandards weniger streng angewendet werden – sei es auch nur in geringem Maße – und dabei die Gefahr besteht, dass ein Kunde dadurch krank wird. Aber der Schaden entsteht nicht, wenn Fleisch blutig zubereitet wird, sondern es geht dann um schlechte Hygiene in der Küche.

Forschungsergebnisse eines britischen Instituts (http://news.bbc.co.uk/1/hi/health/3743657.stm) haben gezeigt, dass es nicht das Fleisch mit rohem Kern ist, das krank macht. Die Studie an der Universität von Nottingham hat ergeben, dass bei Fleisch, das E.coli-Bakterien aufweist und blutig zubereitet wird, Bakterien nur überleben, wenn Steaks mit Küchengeräten in Berührung gekommen waren, die nach der Bearbeitung von rohem Fleisch nicht gereinigt worden waren.

Der Streit, ob es Londoner Restaurants weiterhin erlaubt sein soll, den Gästen Fleisch mit rohem Kern anzubieten, geht weiter, aber es sollte berücksichtigt werden, dass das Infektionsrisiko eher mit nicht eingehaltenen Prozessen bei der Lebensmittelsicherheit zu tun hat und nicht mit Ihrem Abenteuer, einen blutigen Hamburger zu bestellen. Wie immer basiert der gute Ruf auf den Grundlagen der Lebensmittelsicherheit.